Archive for the 'Das Wort für den Sabbat' Category

Das Wort für den Sabbat: 20.04.2005/29.12.2012

Erstellt von am 28.12.2012 | Das Wort für den Sabbat |

RASTA NAH WORK FOR NO CIA!

Mal Hand auf’s Herz,

würdet ihr jemandem, der euch schon mal belogen und euren Computer (z.B. das E-Mail-Adressbuch) durchschnüffelt hat, noch viel von euch erzählen? Ihm sagen, was eure Interessen sind, mit wem ihr Kontakt habt, was ihr während oder nach der Arbeit so macht?
Würdest du so einer Person Fotos von deinen Verwandten und Bekannten zeigen, diese Fotos ihm dann auch noch geben und sagen “kannste behalten”? Würdest du jemandem, der dich schon mal hintergangen hat weiterhin unterstützen, ihm Informationen liefern, die er vielleicht noch nicht selbst in deinem Computer gefunden hat? Würdest du so einem Typen, der dich nicht fragt, ob er deinen Bekannten E-Mails schicken darf, und der mit dem Wissen über dich Geld verdient, weiterhelfen? Ihm TROTZ seines schlechten Verhaltens noch mehr über dich erzählen?

NEIN? Würdest du nicht?

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Das Wort für den Sabbat: 26.01.2005/06.10.2012

Erstellt von am 05.10.2012 | Das Wort für den Sabbat |

PURE MATHEMATICS… oder: Das menschliche Maß

Letztens sah ich mal wieder Chant-Texte durch und blieb bei “BEHOLD JAH LIVE” hängen. In dem Chant heißt es: “I am Alpha and Omega, the beginning without no end”. Das ist seltsam; heißt es doch in der Offenbarung: “Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende…” doch wir singen einen anderen Text. Wie kommt es zu dieser Ungereimtheit? Ein Denkfehler und menschliche Gefühle, sage ich einfach mal. Für uns Rastas ist es einfach undenkbar, dass Gott “ein Ende” haben könnte. Das ist auch richtig so, denn nirgendwo in der Schrift stand, dass Gott ein Ende HAT. Es steht geschrieben, dass Er der Anfang und das Ende IST. Das ist ein großer Unterschied! Und unterstreicht Seine Allgegenwärtigkeit. Nebenbei ist es auch interessant, dass wir in dem Chant zwar das Ende, aber nicht den Anfang in Frage stellen. Aber HAT Gott denn einen Anfang? Haha, nein, es ist wirklich menschliches Maß, mit dem wir messen. Und das ist all das, was uns BEKANNT ist. Wenn wir einen Satz wie “beginning without a end” entgegen dem Wortlaut der Bibel erfinden, gründet das auf uns geläufigen Systemen wie z.B. der Mathematik und dem Universum (die wir beide halbwegs meinen, zu verstehen). Die Mathematik hat einen Anfang: die EINS. Ein Ende gibt es nicht oder wir kennen es nicht. Die Wissenschaft vermutet einen Anfang des Universums: den Urknall. Ein Ende gibt es nicht oder wir kennen es nicht. Und so sind wir mit dem Wortlaut der Bibel über den Anfang und das Ende nicht zufrieden und erfinden etwas anderes. Etwas, das unserer bekannten Welt gleicht, in der es einen Anfang gegeben haben muss, aber bis jetzt kein Ende hat. Es erfüllt sich eben doch immer wieder, was Yeshua in jener Nacht zu Nikodemus sagte (Joh 3,12): “Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde?”
Wir glauben eben immer nur, was wir sehen (und berechnen können). Schade eigentlich. Mit dieser unserer Begrenztheit verweigern wir selber Sein Reich.

Have more faith, JAH children!
Sister Ifua

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Das Wort für den Sabbat: 19.01.2005/29.09.2012

Erstellt von am 28.09.2012 | Das Wort für den Sabbat |

Verweigern – aus Gewissensgründen

vor zwei Wochen war es mal wieder so weit: Ein “unglücklicher Zufall”, ein “Missgeschick” führte dazu, dass die Isaf acht Frauen umbrachte. Mal eben so. Nein, keine Kämpferinnen, keine von den wenigen Frauen, die bei diesem Irrsinn noch mitmachen und einen Kleinbus inklusive sich selbst wegen eines dümmlichen Videos in die Luft jagen. Nein, keine von denen. Sondern schlichte, unbewaffnete Frauen, die sich um Haushalt und Kinder kümmern. Die nur das Pech hatten, einer Operation gegen irgendwelche Taliban im Wege zu sein. “Zur falschen Zeit am falschen Ort” scheint heutzutage eine allgemein akzeptierte Entschuldigung für Totschlag zu sein. Jedenfalls im Verhalten von Medien, die so einen ‘Zwischenfall’ unter ‘ferner liefen’ verbuchen. Und was sagen die Regierungen, die Militärführungen? “Tut uns leid, wir wollten ja jemand ganz anderen treffen!”. Ah ja. Acht Frauen sind tot. Acht Familien kaputt. Wenn in jedem Fall ‘nur’ zehn Angehörige davon betroffen sind, gibt es nun achtzig weitere Menschen, die jetzt AUS GUTEM GRUND den Westen hassen. Welche Gründe der Vernunft können eigentlich heute noch den Isaf – Einsatz in Afghanistan rechtfertigen? Vor allem, da sich die, die ihn begannen, schon aus dem Staub gemacht haben und die restlichen Länder nun die Suppe auslöffeln sollen? Nein, ich bin nicht bereit, diesen Irrsinn mit nur EINEM Cent mitzufinanzieren. Ich zahle keine Steuern – aus Gewissensgründen. Das, was bisher jungen Wehrpflichtigen zugestanden wurde – die Verweigerung des Wehrdienstes aus Gewissensgründen – muss auch jedem Steuerzahler zustehen! Denn der alte Demo – Spruch “DEUTSCHE WAFFEN, DEUTSCHES GELD MORDEN MIT IN ALLER WELT” bewahrheitet sich leider immer wieder. Ob man die Auslandseinsätze der Bundeswehr gut findet oder nicht, man bezahlt sie. Schneller als es einem lieb ist, klebt einem Blut an den Händen. Und das nur, weil man arbeiten geht und ordentlich Steuern zahlt!
Nein, ICH zahle keine Steuern, und zwar noch SO LANGE, bis es in diesem Lande möglich ist, seine Steuern ZWECKBEZOGEN zu zahlen. Bis dahin werde ich sie verweigern, weil mir sonst ein friedliches, christliches Leben ohne andere zu bedrohen und “aus Versehen” umzubringen, nicht möglich ist.

Mögen auch andere Leute ihre Entscheidungen nach ihrem Gewissen treffen.

“Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen.”(Matth. 5,9)

Gesegneten Sabbat!
Sister Ifua
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Das Wort für den Sabbat: 26.12.2004/01.09.2012

Erstellt von am 31.08.2012 | Das Wort für den Sabbat |

Anmerkung der RWA: Das dieswöchige Wort für den Sabbat stammt nicht, wie üblich, von Sister Ifua. Bruder Pneu teilt diesmal seine Meditation über “Schulden bei JAH”.

Schulden bei JAH

Ich habe Schulden bei JAH!

Doch nicht etwa deshalb weil ich viel Falsches in meinem Leben getan hab, JAH weiß das habe ich. Ich habe viel Mist gebaut in der Vergangenheit, bin oft, fast wie mit Absicht den falschen Weg gegangen, so als wollte ich Babylon „schmecken“.

Ich war eben jung und überheblich – was nicht heißen soll dass ich heute ohne Fehler bin.

Doch nicht deswegen habe ich Schulden bei JAH. Nicht weil ich meine Sünden wieder gut machen muss, das ist etwas anderes. Ich spreche hier nicht davon eine Wiedergutmachung an JAH zu „zahlen“, nein, ich hab Schulden bei JAH.

Was sind Schulden?

Wenn dir jemand etwas gibt, so musst du es zu gegebener Zeit wieder zurückgeben. JAH hat mir so vieles gegeben, trotz meiner, ich nenne es mal Verfehlungen. JAH hat mir so vieles gegeben, dabei denke ich an meine Freunde und an meine Verwandten, an meine Eltern und meine Geschwister, an meinen Sohn und an meine Frau die nun unser zweites Kind erwartet. All das was mir JAH gegeben hat lässt sich mit einem Begriff zusammenfassen. Mit dem Begriff Liebe.

Und wie lässt sich nun eine solche Schuld, eine Schuld an Liebe „zurück zahlen“? Natürlich nur durch Liebe die man gibt. „Liebe deinen Nächsten“, das ist nichts Neues. Sind wir uns aber auch wirklich bewusst in welchem Ausmaß uns JAH Liebe zuteilwerden lässt?

Wann immer Menschen schlimmes widerfährt schreien sie zum Himmel: „Herr, warum tust du mir das an?“ Viel erkennen nicht das JAH bereits in „Vorleistung“ gegangen ist, das ER uns so reich beschenkt hat, durch das Geschenk des Lebens das aus Liebe entsteht (bzw. aus Liebe entstehen sollte). Nun schreien die großen Frevler aber weiter: „Ich wurde nicht gefragt ob ich geboren werden will!“ In einer Welt in der Zeugung und Geburt nicht als Akt des Gebens und der Liebe angesehen wird, mag diese Aussage nachvollziehbar klingen. Doch sie hat nur ihre Berechtigung zu schein und lässt sich sehr leicht widerlegen. Wenn ich etwas bekomme, das ich nicht möchte, oder von dem ich glaube dass ich es nicht verdiene, was tue ich damit? Ich gebe es zurück. In Bezug auf das Leben hieße das sein Leben für JAH zu geben, sein Leben in JAHs Dienst zu stellen. Und wie kann man JAH besser dienen als in dem man Liebe gibt?

Für mich ergibt sich so die Antwort auf die Frage nach dem „Sinn des Lebens“. Der Sinn des Lebens ist Liebe zu geben. Ich möchte beinahe sagen man muss Liebe geben um wenigstens ansatzweise „zurückzahlen“ zu können was uns JAH an Liebe zuteilwerden lässt.

Würde jeder Mensch nach diesem Prinzip der Liebe handeln wären wir in einer Aufwärtsspirale der Liebe. Nur ist der Mensch von seinem Wesen her leider in der Regel nicht immer so im Gleichgewicht mit sich selbst, dass er in der Lage wäre ununterbrochen Liebe auszustrahlen. Aber wir können Liebe zu geben täglich üben. Und wo uns die Kraft oder die Geduld fehlt Liebe zu geben können wir versuchen wenigstens Respekt aufzubringen, denn nur wo Respekt ist kann auch Liebe wachsen.

JAH Love!
Pneu

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Das Wort für den Sabbat: 12.12.2004/18.08.2012

Erstellt von am 17.08.2012 | Das Wort für den Sabbat |

Marcus Garvey:
DIE ZEIT IST GEKOMMEN
Für den Neger ist die Zeit gekommen, seine Verehrung und Anbetung anderer Rassen abzulegen und endlich damit anzufangen, seine eigenen Helden zu erkennen und ihnen nachzueifern.
Crispus Attucks und George William Gordon haben den Nimbus des Märtyrertums nicht weniger verdient als die Märtyrer jeder anderen Rasse. Toussaint L’Ouverture’s Brillianz als Soldat und Staatsmann stellt die von Cromwell, Napoleon und Washington in den Schatten; deswegen gebührt ihm der höchste Platz unter den Helden der Menschheit. Afrika hat zahllose Männer und Frauen in Krieg und Frieden hervorgebracht, deren Glanz und Mut den jeden anderen Volkes in den Schatten stellt. Warum sollen wir dann nicht das Gute und die Vollkommenheit in uns selbst sehen? Wir müssen eine eigene Literatur inspirieren und eine eigene Doktrin verbreiten, ohne uns bei den gegenwärtigen Herrschenden dafür zu entschuldigen. Das Recht steht auf der Seite von uns und Gott.
(aus: “Philosophy and Opinions of Marcus Garvey”, London 1923)

H.I.M. Qedamawi Haile Selassie seh:
With the raising of all men to their rightful dignity and honour as individuals, they will be able to regard their fellows, of whatever nation, of whatever race, of whatever religious, linguistic or historical tradition, as equals, without jealousy, without fear, without undue pride.
(aus: “Important Utterances of H.I.M. Haile Selassie”, S. 544, entnommen den “Proverbs of Haile Selassie”)

Marcus Garvey wird innerhalb Rastafaris als Prophet und “Johannes der Täufer” gesehen. Er hat den Weg für die Erkenntnis von Ihm geebnet und auf einen hingewiesen, der größer ist als er selbst. Groß ist es, wenn einer, der in den Staub getreten wurde, sich selbst und sein ganzes Volk erhebt; größer ist es noch, wenn der Getretene seine Erhebung nicht dazu benutzt, sich selbst nun als besser zu betrachten. So hat His Majesty nie schlecht über Italiener an sich gesprochen oder die Äthiopier über sie erhöht. Für H.I.M. gilt “undue pride” für alle Seiten. Auch für Marcus Garvey und die UNIA ging es nicht darum, gegen Hellhäutige zu hetzen; etwas, das heute nicht immer von allen verstanden wird. Sich zu seiner Würde hin zu erheben und sich ÜBER andere zu erheben sind zwei verschiedene Dinge. Und deshalb möchte ich noch einmal betonen, warum Marcus Garvey und Haile Selassie in unserem Movemant untrennbar zusammengehören: Durch Marcus Garvey haben wir IHN erkannt; und Haile Selassie ist der Einzige, der Marcus Garveys Lehren zur Vollkommenheit bringen kann.

Einen gesegneten Marcus Garvey Earthday + Sabbat wünsche ich euch!
Sister Ifua

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