Anmerkung der RWA: Das dieswöchige Wort für den Sabbat stammt nicht, wie üblich, von Sister Ifua. Bruder Pneu teilt diesmal seine Meditation über “Schulden bei JAH”.
Schulden bei JAH
Ich habe Schulden bei JAH!
Doch nicht etwa deshalb weil ich viel Falsches in meinem Leben getan hab, JAH weiß das habe ich. Ich habe viel Mist gebaut in der Vergangenheit, bin oft, fast wie mit Absicht den falschen Weg gegangen, so als wollte ich Babylon „schmecken“.
Ich war eben jung und überheblich – was nicht heißen soll dass ich heute ohne Fehler bin.
Doch nicht deswegen habe ich Schulden bei JAH. Nicht weil ich meine Sünden wieder gut machen muss, das ist etwas anderes. Ich spreche hier nicht davon eine Wiedergutmachung an JAH zu „zahlen“, nein, ich hab Schulden bei JAH.
Was sind Schulden?
Wenn dir jemand etwas gibt, so musst du es zu gegebener Zeit wieder zurückgeben. JAH hat mir so vieles gegeben, trotz meiner, ich nenne es mal Verfehlungen. JAH hat mir so vieles gegeben, dabei denke ich an meine Freunde und an meine Verwandten, an meine Eltern und meine Geschwister, an meinen Sohn und an meine Frau die nun unser zweites Kind erwartet. All das was mir JAH gegeben hat lässt sich mit einem Begriff zusammenfassen. Mit dem Begriff Liebe.
Und wie lässt sich nun eine solche Schuld, eine Schuld an Liebe „zurück zahlen“? Natürlich nur durch Liebe die man gibt. „Liebe deinen Nächsten“, das ist nichts Neues. Sind wir uns aber auch wirklich bewusst in welchem Ausmaß uns JAH Liebe zuteilwerden lässt?
Wann immer Menschen schlimmes widerfährt schreien sie zum Himmel: „Herr, warum tust du mir das an?“ Viel erkennen nicht das JAH bereits in „Vorleistung“ gegangen ist, das ER uns so reich beschenkt hat, durch das Geschenk des Lebens das aus Liebe entsteht (bzw. aus Liebe entstehen sollte). Nun schreien die großen Frevler aber weiter: „Ich wurde nicht gefragt ob ich geboren werden will!“ In einer Welt in der Zeugung und Geburt nicht als Akt des Gebens und der Liebe angesehen wird, mag diese Aussage nachvollziehbar klingen. Doch sie hat nur ihre Berechtigung zu schein und lässt sich sehr leicht widerlegen. Wenn ich etwas bekomme, das ich nicht möchte, oder von dem ich glaube dass ich es nicht verdiene, was tue ich damit? Ich gebe es zurück. In Bezug auf das Leben hieße das sein Leben für JAH zu geben, sein Leben in JAHs Dienst zu stellen. Und wie kann man JAH besser dienen als in dem man Liebe gibt?
Für mich ergibt sich so die Antwort auf die Frage nach dem „Sinn des Lebens“. Der Sinn des Lebens ist Liebe zu geben. Ich möchte beinahe sagen man muss Liebe geben um wenigstens ansatzweise „zurückzahlen“ zu können was uns JAH an Liebe zuteilwerden lässt.
Würde jeder Mensch nach diesem Prinzip der Liebe handeln wären wir in einer Aufwärtsspirale der Liebe. Nur ist der Mensch von seinem Wesen her leider in der Regel nicht immer so im Gleichgewicht mit sich selbst, dass er in der Lage wäre ununterbrochen Liebe auszustrahlen. Aber wir können Liebe zu geben täglich üben. Und wo uns die Kraft oder die Geduld fehlt Liebe zu geben können wir versuchen wenigstens Respekt aufzubringen, denn nur wo Respekt ist kann auch Liebe wachsen.
JAH Love!
Pneu