Rede der Woche: Eröffnung der 15. Pugwash Konferenz
Die Rede dieser Woche ist in den Selected Speeches auf S. 105 ff. zu finden. Seine Majestät Kaiser Haile Selassie I hielt diese Rede am 29. Dezember 1965 anlässlich der Eröffnung der 15. Pugwash Konferenz, die vom 29. Dezember 1965 bis zum 3. Januar 1966 in Addis Abeba stattfand und an der 87 Wissenschaftler aus 31 Nationen teilnahmen.
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Die Pugwash Konferenzen waren eine direkte Folge des Russell-Einstein Manifests von 1955. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges hatte Bertrand Russell in hohem Alter dieses Manifest aufgesetzt, das vor den Gefahren eines nuklearen Krieges warnte und die Weltmächte dazu aufforderte, friedliche Lösungen für internationale Konflikte zu suchen. Zehn weitere herausragende Wissenschaftler der Zeit unterschrieben Russells Manifest, darunter Albert Einstein, der auf seinem Sterbebett unterzeichnete. Das Manifest forderte eine internationale Konferenz, bei der Wisenschaftler die Überlebenschance der Menschheit bei einem Einsatz von Massenvernichtungswaffen einschätzen sollten. Die erste Konferenz, an der Wissenschaftler von beiden Seiten des Eisernen Vorhangs teilnahmen, fand 1957 in Pugwash, einem Fischerdorf in Novia Scotia in Kanada, statt. Das Russell-Einstein Manifest wurde zur Gründungscharta der Konferenzen erklärt. Weitere Konferenzen, bei denen renommierte Wissenschaftler Beiträge zu Fragen der atomaren Bedrohung, bewaffneter Konflikte und internationaler Zusammenarbeit leisteten, folgten. Die Pugwash Konferenzen hatten entscheidenden Anteil am Atomteststopp 1963 und am Atomwaffensperrvertrag. 1995 wurde den Pugwash Konferenzen und ihrem ersten Generalsekretär, Joseph Rotblat, der Friedensnobelpreis verliehen.
Quellen: Wikipedia, Peace and War in the 20th Century, Bulletin of the Atomic Scientists, April 1966

