Archive for April, 2010

Das Wort für den Sabbat: 01.05.2010/23.08.2002

Erstellt von adilisha am 30.04.2010 | Das Wort für den Sabbat |

Intuition und andere Mitteilungen

Bis 27. Dezember 2009 hatte ich bei mir zuhause drei Wellensittiche. Es war Sonntag früh und sie wollten endlich raus aus dem Käfig um frei im Zimmer umher zu fliegen. Ich machte die Tür auf, und zwei flogen – laut wie immer – auf ihren Lieblingsplatz. Einer blieb im Käfig sitzen und es war nun gerade der, der sonst immer als erster draußen war. Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Bevor ich bewusst nachdachte, kam mir blitzartig in den Kopf: “Du musst mit dem Tier zum Arzt; sag deine heutigen Termine ab!”. Aber wie es so ist, wenn man erstmal mit dem Denken anfängt, beobachtete ich die Tiere etwas und der Kranke kam nach einer Stunde dann doch heraus, flog zu den anderen und sah jetzt zwar nicht gesund, aber auch nicht sterbenskrank aus. Ich beschloss daher, meinen Termin nicht abzusagen, sondern den Tierarztgang auf Montag früh zu verlegen. Hier weiter lesen »

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Rede der Woche: Teferi Makonnen Schule: 25-Jahr-Feier

Erstellt von adilisha am 25.04.2010 | Rede der Woche |

Die Rede dieser Woche ist in den Selected Speeches auf S. 70 ff. zu finden. Seine Majestät Kaiser Haile Selassie I hielt diese Rede am 27. April 1950.

-> hier geht’s zur Rede der Woche

Die Tafari Makonnen Schule wurde von Seiner Majestät am 27. April 1925 eröffnet und war zu diesem Zeitpunkt erst die zweite staatliche Schule in Äthiopien. Damals noch als Regent, Ras Tafari Makonnen, hatte Seine Majestät bei diesem Projekt gegen den Widerstand von Traditionalisten zu kämpfen, die die Verwirklichung des Vorhabens um einige Jahre hinausgezögert haben sollen. Unter den italienischen Faschisten wurde das staatliche Bildungssystem Äthiopiens während der Besatzungszeit systematisch zerstört, aber nach der Befreiung erneuert und wiederaufgebaut.

Quellen: The Pankhurst Historical Library, Which Way Ethiopia: Problems of an African educational system. In: Mansfield College Magazine. Oxford. No. 175. 1972. S.4-7.

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Das Wort für den Sabbat: 24.04.2010/16.08.2002

Erstellt von adilisha am 23.04.2010 | Das Wort für den Sabbat |

Geben und nehmen?

Wie selbstverständlich nutzen viele Menschen in ihrer Rede dieses Wortpaar; es wird positiv bewertet, es soll eine perfekte Balance beschreiben. Aber ist es wirklich so?
‘Geben’ und ‘nehmen’ sind zwei Tätigkeiten, die von einer Person aktiv durchgeführt werden. Zwei Mal aktiv – ist das wirklicher Ausgleich? Bei dem Wort ‘nehmen’ wissen wir nicht, ob das Genommene in rechtschaffener Weise genommen wurde. Auch afrikanisches Gold, Diamanten oder Arbeitskraft wurde von Kolonialmächten genommen. Wurde es freiwillig gegeben?
Ich weiß, dass mit dem Ausdruck “Geben und nehmen” an sich ein rechtschaffener Vorgang gemeint ist. Nur hinkt die Sprache der Perfektion des Inhalts hinterher.
Um mit einem solchen Wortpaar eine echte Balance auszudrücken, sollte einem aktiven Verb ein passives Verb folgen. Zum Beispiel:

GEBEN und BEKOMMEN

Denn das ist es ja, was wir immer damit meinen. Nur sollten InI (wir) es dann auch so sagen!

Blessed Sabbath

Sister Ifua

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Rede der Woche: Spricht zum Parlament in Jamaika

Erstellt von adilisha am 18.04.2010 | Rede der Woche |

Die Rede dieser Woche ist in den Selected Speeches auf S. 140 ff. zu finden. Seine Majestät Kaiser Haile Selassie I hielt diese Rede am 22. April 1966.

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Als Teil einer drei Nationen Tour durch die Karibik landete Haile Selassie I am 21.04.1966 auf dem Norman Manley Flughafen in Kingston. Zehntausende bereiteten ihm einen überwältigenden Empfang und durchbrachen die Absperrungen. Auf offizielle Bitten geleitete Mortimer Planno Seine Majestät aus der Maschine. Es schloss sich ein Empfang im National Stadium und ein Staatsbankett im Kings House an. Am nächsten Tag erfolgte ein Besuchsprogramm in Kingston, zu dem auch eine Sitzung des Parlaments zählte, wo Haile Selassie I eine Rede hielt. Am dritten Tag begab sich Seine Majestät mit Seinem Gefolge auf eine Zugfahrt, um die westliche Seite der Insel zu sehen. Am 24. April verließ Haile Selassie I Jamaika in Richtung Haiti.
Obiges Foto zeigt Seine Majestät bei Seiner Rede im jamaikanischem Parlament.

Quelle: Special Gleaner Feature

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Das Wort für den Sabbat: 17.04.2010/09.08.2002

Erstellt von adilisha am 16.04.2010 | Das Wort für den Sabbat |

Ein äthiopisches Sprichwort sagt “Wenn dir dein Päckchen zu schwer erscheint, versuche das deines Nachbarn zu tragen”

Viele Menschen beklagen sich über die Umstände ihres Daseins und man könnte sagen, je weiter ein Mensch von Gott entfernt ist, desto mehr beklagt er sich. Wer aber humble, also bescheiden und demütig ist, versucht, die reale Lage in der er ist, zu erfassen. Und er hat Verständnis für andere. Hierzu eine kleine Geschichte:

Ein Blinder organisierte sich ein Taxi und wurde in die gewünschte Richtung gefahren. Dem Fahrer tat er leid und so erkundigte er sich, ob der Blinde schon immer blind war oder das durch einen Unfall passiert ist. Sie kamen ins Gespräch und der Blinde sagte “Es ist gut, dass die Leute Mitgefühl haben für meine Lage; aber steht mir denn all das Mitgefühl zu? Mir kann man ansehen, was meinem Leben Probleme macht, aber anderen Menschen kann man es nicht ansehen. Vielleicht benötigen sie ebensoviel Mitgefühl”. “Oh ja” sagte daraufhin der Taxifahrer und erzählte dem Blinden, dass er mitansehen musste, wie seine gesamte Familie vor seinen Augen umgebracht wurde.

Der Taxifahrer war noch nie nach seinen Lebensumständen gefragt worden.

Man kann sicher darüber sein, dass auch Menschen, die nach außen “normal und gesund” erscheinen, ihre Geschichte haben und womöglich ein viel schwereres Päckchen tragen als man selbst. Das sollte man bedenken, bevor man mal wieder über die eigene Lage jammert.
Und der Weg des Rastas führt weit fort vom Jammern, denn InI sehen den täglichen Segen und Gaben JAHs mit immer offeneren Augen. Auf diesem Weg werden die Klagen immer kleiner, die Dankbarkeit und die Works für JAH aber immer größer. Dadurch können wir irgendwann tatsächlich die Last unseres Nachbarn tragen. Nicht mehr zum Vergleich, sondern zur Hilfe, wie ER es geboten hat: Einer trage des anderen Last. Mit Seiner Hilfe werden wir es können.

Einen gesegneten Sabbat wünsche ich euch!

Sister Ifua

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