Das Wort für den Sabbat: 23.10.2004/30.06.2012
Es ist manchmal wunderbar, sich mit Leuten anderer Glaubensrichtungen zu unterhalten. Das zeigt einem die vielen Gemeinsamkeiten die man hat, denn Religion und Spiritualität kommen eigentlich aus ein und derselben Quelle: dem Bedürfnis des Menschen, mit Gott zu kommunizieren – oder auch nur, Ihn zu verehren. Der Weg dort hin unterscheidet sich allerdings manchmal grundlegend, wie ich im Gespräch mit einer muslimischen Schwester herausfand. Sie erzählte, dass Mohammed eine Aussage über Instrumente und Musik gemacht hat, aus der man schließen kann, daß er ihren Gebrauch nicht billigte. Aus diesem Grund hören und spielen strenggläubige Muslime (außer VOKALmusik zur Verehrung Gottes) keine Musik.
WAS für eine Information! KEINE Musik! Was für eine unvorstellbare Situation für einen Rasta! Wo wir Ihn doch mit ALLEN uns zur Verfügung stehenden Mitteln preisen: Instrumente, Verstärker, Effekte – alles zu SEINEM Ruhme!
Ich kann nur immer wieder betonen, wie wichtig der Austausch zwischen den religiösen und anderen Sichtweisen in der Welt ist; findet man mal keine Gemeinsamkeit mit der anderen Gruppe, so schärft sich der Blick für den eigenen Standpunkt wieder. Und die Vorstellung, Gott ohne jegliches Instrument preisen zu müssen, erscheint mir wirklich als äußerst karges Dasein. Sicher ist die Stimme das erste und wichtigste “Instrument”, das wir haben. Aber wir haben doch auch Hände und Füße, die bei Bewegung der Seele auf etwas klopfen, an etwas zupfen oder über etwas streichen möchten – abgesehen von dem, was der Mund mit der Luft tut, z.B. pfeifen, ein ganz natürlicher Vorgang, der den inneren Zustand des Menschen anzeigt, und dessen ‘technische’ Erweiterung dann die Flöte war.
Meiner Ansicht nach kommt Musik aus göttlicher Quelle und ist deshalb das beste Mittel, Ihn zu preisen. JAH selbst “spielt” Musik durch Seine Schöpfung: Er läßt den Wind in den Blättern rascheln, den Specht klopfen, die Vögel singen; lässt einen fallenden Wassertropfen in der Höhle groß klingen, lässt den Donner rollen und nutzt einen hohlen Ast und etwas Luft, um einen Ton zu erzeugen. Ja und bei alledem sollen WIR das nicht tun?? Keine Gegenstände zur Erzeugung von Klängen nutzen, obwohl JAH selbst die Voraussetzungen dafür (Atmosphäre, klingende Erze, Resonanzkörper usw.) ganz klar geschaffen hat?!? Nein, das glaube ICH nicht!
In einem anderen Reasoning mit jüdischen Freunden kamen wir auf die Frage, wo denn das Paradies jetzt lokalisiert sei. “IN DER MUSIK!!” war ihre klare Antwort. Das fand ich sehr beeindruckend, sehr nachvollziehbar. Denn selten sonst fühlt man sich JAH so nah. Vielleicht ist Musik aber nicht das Paradies selbst, sondern nur das Transportmittel dorthin, “ZION Train” sozusagen… In jedem Fall ist die mit reinem Herzen und lauteren Absichten gemachte Musik ein Bindeglied zwischen Gott und dem Menschen, ein Bindeglied, das den Abstand stark verringern kann.
Das wusste auch David, der für den depressiven Saul die Harfe spielte; er wusste es, als er zum Klang der Posaunen, Trompeten, Harfen und Zimbeln vor der Bundeslade tanzte. In Psalm 150 fordert er jeden, “DER ATEM HAT” auf, Gott zu preisen, und zwar mit allerlei Instrumenten.
Dazu möchte ich euch an diesem Sabbat auch auffordern; preist Ihn mit allem, was ihr habt. Hallelu-JAH!
Sister Ifua
PSALM 150
Praise ye the LORD.
Praise God in his sanctuary:
praise him in the firmament of his power.
Praise him for his mighty acts:
praise him according to his excellent greatness.
Praise him with the sound of the trumpet:
praise him with the psaltery and harp.
Praise him with the timbrel and dance:
praise him with stringed instruments and organs.
Praise him upon the loud cymbals:
praise him upon the high sounding cymbals.
Let every thing that hath breath praise the LORD.
Praise ye the LORD.

Mal wieder einige wunderschöne Worte von dir für den Sabbat. Trifft meine Seele diesmal ganz besonders. Hab Dank Schwester.
Haile Selassie der Erste
29 Jun 2012 at 16:28
JAH Wind Blow,
spreading JAH JAH Vibe with the Word, Sound & Power!!!
InIversal Love
29 Jun 2012 at 20:01